Skunks

Das Leben unter Kobolden


Ein Stinktier in Watte einzupacken schützt leider nicht vor Bakterien, Viren und Parasiten, die einem ein Stinktierleben wirklich erschweren können.

Ich habe hier nur ein paar Beispiele aufgelistet, würde ich alles aufzählen, dann würde es die Kapazität dieser Seite sprengen.

Entwurmungen und Impfungen; Parasiten; Erkrankungen; Gefährliche Medikamente; Stereotypien

 

 

 

Entwurmungen und Impfungen

 

Stinktiere sollten im Welpenalter ab der 4. Woche entwurmt werden, ausgewachsene Tiere empfiehlt es sich alle 6 Monate zu entwurmen.

Warum? Weil es in Stinktieren nur so von Würmern wimmelt. Igitt! Und weil Würmer krank machen. Noch mehr Igitt!

Dies sind die Spagettie aus dem Hintern eines Skunks.

 

Skunks sind anfällig für bestimmte Viruserkrankungen wie Staupe, Tollwut, Herpes simplex, Hcc und die Aleutenkrankheit ADV.

Leider kann man nicht gegen alle Erkrankungen impfen lassen, aber eine 5 fach Impfung für Hunde deckt da schon den grössten Teil ab. Geimpft sollte ab einem Alter von 10-12 Wochen geimpft werden, danach nochmal 4 Wochen später und sonst einmal pro Jahr. Zwischen der Staupe und der Tollwut (Tollwut ist seit 2008 ausgerottet) sollten jedoch 2 Wochen auseinander liegen, um eine allergische Reaktion zu vermeiden.

Vorsicht Staupeimpfstoff Fervac für Frettchen ist für Stinktiere unverträglich!

 

 

 

Parasiten

 

Es ist nicht unüblich, dass sich gewisse Wurmarten in unsere Skunks und gewisse Tierchen wie Zecken, Flöhe, Milben und Fliegen auf unseren Skunks verirren. Sprich, der Geruch eines Stinktieres wirkt nicht abschreckend auf alles was keine oder mehr als 6 Beine hat.

Ist Stinki mit Flöhen befallen, dann sollte die Umgebung wie auch Stinki selbst behandelt werden, da 90 % der Flöhe in der Umgebung und nicht auf dem Tier leben.

Die halbe Dosierung für Katzen der Firma Advantage hat sich für Stinktiere bewährt!

Es kann auch vorkommen, dass verletzte oder kranke Skunks im Sommer anziehend für Fliegen wirken. Diese legen dann klebrige Eier ins Fell ab aus denen sich in wenigen Stunden Maden entwickeln. Dies ist sehr unangenehm für beide Seiten. Auf jeden Fall müssen die Eier und die Maden weg und offene Wunden verschlossen werden, durchfallverschmierte Stellen aus dem Fell müssen sauber gemacht werden.

 

 

 

Erkrankungen

 

Metabolische Knochenerkrankung

 

Aufgrund einer falschen Ernährung durch ein falsches Calcium:Phosphor Verhältnis, kommt es zum Abbau von Calcium aus den Knochen. Leider macht sich die Erkrankung erst ziemlich spät bemerkbar. Wichtige Anzeichen sind Knochenbrüche, Lähmungserscheinungen an der Hinterhand, kahle Stellen im Fell und teilweise brüchige Nägel. Nur mit einer Therapie wie Ernährungsumstellung, Behebung der Ursache, Gabe von Calcium und Vitamin D kann man die Krankheit teilweise wieder in den Griff bekommen.

 

 

Hauterkrankungen

 

Haarausfall kommt bei einseitig ernährten Tieren vor oder bei Tieren, die ein falsches Calcium-Phosphor Verhältnis verabreicht bekommen. Sobald kalte Stellen sichtbar sind, kann dies ein Anzeichen für eine gravierende Mangelerscheinung oder gar Hautpilzbefall sein.

 

 

Darmvorfall

 

Der Darmvorfall tritt auf durch: Durchfall, Rumtoben, Verstopfungen, Verteidigung, entdrüster Tiere oder Wurmbefall.

Es ist Quatsch, dass ein Darmvorfall immer tödlich endet. Wenn er rechtzeitig erkannt wird, dann ist kein Grund zur Panik.

  1. Ruhe bewahren.
  2. Hände waschen und gegebenfalls desinfizieren.
  3. Beruhige das Tier und halte es gut fest.
  4. Der Darm sollte erst mal mit warmen Wasser gereinigt werden.
  5. Dann kann man etwas Vaseline drauf schmieren und langsam zurückstopfen.
  6. Ist der Darm drin (es kann bis zu 15 min dauern) dann sollte das Tier ruhig gehalten werden.
  7. Die nächsten 2 Wochen sollte die Ernährung umgestellt werden. Keine Verfütterung von rohem Obst oder Gemüse.
  8. Falls der Darmvorfall immer wieder auftreten sollte, dann sollte der Tierarzt eine Tabakbeutelnaht setzen, um den Darm an seinen Platz zu halten.

 

 

Adipositas

 

Leider wird die Fettsucht als Krankheit eingestuft, obwohl bekanntlich der Mensch die Ursache für diese Erkrankung ist. Stinktiere haben die Angewohnheit zu fressen und zwar solange, bis sie tot umfallen.

Würde man auf ein Überangebot von kalorienreicher Nahrung verzichten und dem Stinktier mehr Bewegung verschaffen, würde es nicht zur Verfettung kommen. Leider sehen viele Halter den Sinn darin, ihre Tiere von vorne bis hinten zu verwöhnen. Andere wiederum lassen ihre Tiere verfetten, weil sie dann besser zu handhaben sind. 

Das man aber dem Tier in keinsterweise einen Gefallen tut, verstehen die meisten Besitzer nicht.

Ein Stinktier, welches unter Fettsucht leidet ist eingeschränkt, erkrankt viel schneller an Herz-Kreislauf-Erkrankungen, Diabetes usw. als normalgewichtige Tiere.

       

 

 

Diabetes

 

Der Körper ist nicht fähig den Blutzuckerspiegel zu regulieren. Wird die Erkrankung nicht erkannt, kann diese kurz über lang zu akutem Nierenversagen führen. Bei Stinktieren gibt es zwei Arten dieser Erkrankung:

  1. Insulinunabhängige Diabetes
  2. Insulinabhängige Diabetes

Zu erkennen ist die Krankheit daran, dass Stinki vermehrt trinkt, öfter Harn absetzt und teilweise abnimmt, obwohl Nahrungsaufnahme gesteigert ist.

Es ist nicht richtig zu behaupten, dass Obst der ausschlaggebende Punkt ist, dass Stinktiere an Diabetes erkranken. Verfüttert man Obst im gesunden Mass, dann ist nichts zu befürchten. In freier Wildbahn geht doch auch kein Stinktier an einem Apfel vorbei, weil es davor angst hat, dass es an Diabetes erkranken könnte.

 

 

 

 

Gefährliche Medikamente

 

Gefährliche Medikamente für Stinktiere sind:

  1. Aspirin / Ibuprofen (NSAIDS-Medikamente)
  2. Baytril / Ciprofloxacin (Antibiotika)
  3. Metacam / Meloxicam

 

 

 

Stereotypien

 

Stereotypien sind sich wiederholende Handlungen, die zwanghaft erscheinen und im Auge des Betrachters keinen Sinn machen. Grund für eine Stereotypie beim Stinktier kann Beschäftigungsmangel, Einzelhaltung, Bewegungsmangel, eine reizarme Umgebung, etc. sein.

Es gibt auch Stereotypien die in der Selbstverstümmelung von Gliesmassen oder am Schwanz ausarten.

 

 

 

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