Skunks

Das Leben unter Kobolden


Hier genau dasselbe Spiel. Thema anklicken und du gelangst zum jeweiligen Unterpunkt:

 

Was auf dich zukommen kann; Kosten; Rüde oder Fähe; Wie viele; Woher; Aussenhaltung;

 

 

Was auf dich zukommen kann

 

Leider wissen viele nicht, was sie sich da anschaffen wollen. Stinktiere sind keine Tiere, die man in einen Käfig in die Ecke stellen und sich selbst überlassen kann. Stinktiere haben einen hohen Entdeckungs -und Bewegungsdrang und brauchen einiges an Platz und Struktur. Keine Angst, die meisten schaffen sich ihre Struktur selbst, indem sie die Tapeten von der Wand reissen, die Türleisten oder gar Teppichböden entfernen. 

Da es hier um die Anschaffung geht, sollte man vom Schlimmsten ausgehen, denn wenn ich hier alles beschönige, dann bringt es recht wenig, gewisse Dinge zu verschweigen, die auftreten können. Das Tier sollte mit seinen Ecken und Kanten als solches angenommen werden, denn kein Stinktier wechselt gerne alle furz lang seine Besitzer. Und wer jetzt meint, dass man sich einfach mal so ein Stinktier anschafft, um zu gucken wie das so ist, der sollte direkt vom Blitz getroffen werden.

Kein Tierkauf ohne gründliche Auseinandersetzung mit der Haltung und den Bedürfnissen von einem Tier!

Nicht jedes Stinktier entspricht dem Traumstinktier aus "Wildes Wohnzimmer" und Co.! Anzunehmen, dass jeder Skunk ein Schmusetier ist ist schlicht und einfach falsch. Man kann froh sein, wenn sie einem das Futter aus der Hand nehmen.

Stinktieren kann man täglich hinterher putzen, denn nicht alle werden zu 100 % stubenrein.

 

 

Kosten

 

Stinktiere kosten Geld. Jawohl! Wer am falschen Ende in der Ernährung spart, der zahlt spätestens beim nächsten Tierarztbesuch kräftig drauf, das kann ich versprechen.

Stinktiere brauchen Spielzeug, Futter, Toiletten, Einstreu, Entwurmungen, Impfungen, den jährlichen tierärztlichen Check mit Blutbild, evtl. gar lebenslange Gabe von Medikamenten, usw.

Du brauchst, wenn es dumm läuft, ab und an einen neuen Teppich, ne neue Tapete, einen neuen Parkett oder gar PVC Boden.

Ein Stinktier bekommt man nicht zum Schleuderpreis, ausser sie waren billig in der Aufzucht, sind verhaltengestört oder krank. Mit einem ordentlichen Stinktier mit Stinktier sollte man um die 100 € einplanen, Tiere deren Drüsen entfernt wurden bekommt man ab 250 €. Dem Preis nach oben sind keine Grenzen gesetzt. Bestimmt wird dieser durch Farbschlag, Muster und Geschlecht.

Ein Stinktier kostet pro Monat mindestens 30 €. Bestimmt geht es auch mit 5 € pro Monat, das Tier wird sich bedanken und gibt bestimmt den Löffel etwas früher ab, als angenommen. Ja, das Leben ist hart.

Es darf nicht am falschen Ende gespart werden, wenn ja, dann ist ein Stinktier nicht das richtige Haustier!

 

 

Rüde oder Fähe

 

Reine Geschmackssache meines Erachtens. Zwischen Rüden und Fähen gibt es keine grossen Unterschiede. Rüden sind vielleicht ein ticken grösser und schwerer als Fähen, aber dass Fähen zickiger sind als Rüden kann ich nicht bestätigen. Skunks sind einfach Charaktertiere und jeder tickt deswegen anders.

Sind beide Geschlechter nicht kastriert, können sie in der Ranz unsauber werden. Fähen sollte man aber wegen der Gefahr einer schleichenden Dauerranz kastrieren lassen.

Bitte keine Frühkastrationen! Eine Kastration ab dem 6. Monat halte ich für angemessen.

 

 

Wie viele?

 

Stinktiere sind keine Einzelgänger wie damals angenommen. Natürlich gibt es Ausnahmen, aber gehen wir mal von der Regel aus.

Zu zweit ist es einfach schöner, vor allem Tiere, die in der Aussenhaltung gehalten werden, brauchen dringend einen Partner.

Es ist falsch zu glauben, dass mehrere Tiere das ein oder andere Individium daran hindern, zahm zu werden. Das ist Quatsch. Jedes Stinktier entscheidet für sich, wie viel Nähe es zu lässt.

So viele sollten es nicht sein ;)

 

 

Woher?

 

Skunks bekommt man zur Zeit leider überall her. Ob im Zoofachgeschäft, im Internet, aus der Zeitung, im Tierheim, aus Tierhilfen oder vom Züchter.

Ich persönlich würde kein Stinktier aus einer Zoohandlung kaufen und auch bei gewissen Anzeigen heisst es Augen auf. Auch nicht jeder Züchter ist ein guter Züchter. Es gibt Züchter, die sich als Züchter bezeichnen, obwohl sie nur einmal Stinktiernachwuchs haben wollten, weil sie dachten oder immer noch denken, dass man mit der Zucht das grosse Geld machen kann. Dies ist leider nicht so. Wer seine Tiere günstig ernährt, billig aufzieht und dementsprechend hält, fährt bestimmt günstig, aber der neue Besitzer fährt mit dem neuen Mitglied irgendwann ziemlich teuer weiter. 

Wenn du dich für einen Züchter entscheidest, dann geh persönlich vorbei und lass dir die Elterntiere, die Gehege oder eben ihren Lebensraum, das Futter usw. zeigen. Ist jemand nicht dazu bereit, dann Finger weg.

Keine Angst vor Second Hand Stinktieren. Ich vermittel über SOS-Skunk Stinktiere, die aus dem Welpenalter raus sind und aus diversen Gründen abgegeben wurden. Je nach Haltergrad, ob blutiger Anfänger oder erfahrener Halter, ich finde für jeden das richtige Tierchen.

 

 

Aussenhaltung

 

Stinktiere kommen gut in der Aussenhaltung zurecht und ich denke, dass so manch Stinktiere das Leben draussen dem innen bevorzugen würden. Draussen kann man nämlich buddeln, sofern Herrchen und Frauchen nicht alles zu betoniert haben, frische Luft schnuppern, nach Nahrung suchen usw.

Natürlich soll ein Aussengehege eine dementsprechende Grösse haben. 10 qm pro Tier, wie es im Gesetzt vorgeschrieben ist, ist einfach mehr als zu wenig. Pro Tier 30 qm fände ich für angebrachter. Schliesslich muss ein Stinktier sein ganzes Leben da drinne hausen.

Eine Gehege soll so konstruiert werden, dass ein Entweichen unmöglich ist. Stinktiere bevorzugen den Weg unten durch, es gibt aber auch Tiere, die mühelos einen Zaun überklettern können. Um ein Überklettern zu verhindern, kann man entweder einen Weidezaun (Elektro) anbringen oder ein Überkletterschutz. Wenn man lieber ein Dach anbringen möchte, dann sollte die Schneelast mit einkalkuliert werden, denn ein zerquetschtes Stinktier, stinkt irgendwann wirklich.

Um ein Durchgraben zu verhindern, setzt man den Zaun in einem Graben in einer Tiefe von 30 cm ein oder man legt entlang des Zauns Steinplatten aus.

Der Gestaltung sind natürlich keine Grenzen gesetzt. Pflanzen überdauern zwar nicht lange, sehen aber hübsch aus. Natürlich sollten keine Giftpflanzen eingesetzt werden!

Ein Schlafhaus, das nicht in der prallen Sonne steht ist Pflicht, genauso wie Schattenplätze. Das Haus sollte nicht all zu gross sein, denn je kleiner desto besser ist es für den Winter geeignet.

Stinktiere in Aussenhaltung sollten mindestens zu zweit gehalten werden!

Das Gehege soll gut strukturiert sein wie dieses hier (Jeannette)

 

 

 

 

 
 

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